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Verborgene Fantasien
Fantasien sind eigentümliche Geschöpfe, liebe Leserinnen und Leser. Manche wollen ausgelebt werden, andere nicht. Manches traut sich Frau oder Mann aber auch nicht auszuleben. Ein Grund dafür ist sicher der, dass die Fantasie jemandem gegenüber geäußert werden muss. Dazu gehört manchmal Mut. Außerdem besteht das Risiko, auf Grund des Ausgesprochenen sein „Gesicht“ zu verlieren. Ein anderer ist, dass man schlicht und einfach unerkannt bleiben möchte, um einen möglichen Schaden des Ansehens in der Gesellschaft zu vermeiden. Das ist übrigens einer der Vorteile des Internets: Gerade wegen der Anonymität fällt es dort vielen leicht, ihre geheimen Wünsche und Gedanken in Worte zu fassen. Die Möglichkeit des Rückzugs ist in jedem Augenblick gegeben, ein Gesichtsverlust somit ausgeschlossen. Allerdings bleibt auch die Erfüllung der Fantasien immer nur virtuell, solange es nicht zu einer Begegnung in der realen Welt kommt. Wie kann man dies aber bewerkstelligen, ohne sein Ansehen zu verlieren? Nun – begeben Sie sich doch einfach mal in den Shop von Samt und Seide, dort werden Sie etwas finden, das sowohl äußerst ästhetisch als auch ungemein zweckmäßig für Ihr Anliegen sein kann: Masken! Sie sehen nicht nur faszinierend aus, nein, sie verbergen auch Ihr „wahres Gesicht“, was Sie vor einer Blamage jedweder Art schützt. Obendrein kommt noch der Effekt hinzu, dass das verborgene Gesicht den Reiz des Geheimnisvollen erhöht, wovon wiederum Ihr Gegenüber profitiert, so er denn diesem Reiz zugänglich ist. Masken verleihen der Trägerin oder dem Träger mitunter auch eine subtile Ausstrahlung von Macht. Denken Sie nur an die Masken der Pharaonen, Könige und Königinnen oder anderer Würdenträger! Gerade das verborgene Gesicht kann eine unerklärliche Anziehungskraft ausüben, und warum sollten Sie diesen Effekt nicht einmal beim Liebesspiel erproben? Wer weiß, vielleicht fällt es Ihnen nicht nur leichter, Ihre eigenen Fantasien auszuleben, vielleicht ruft der Anblick einer Maske auch neue hervor?
Bis zum nächsten Mal verbleibe ich mit geheimnisvollen Grüßen,
Ihr Matthias Kayser
 Photo: Ben Marcato (2004) www.ben-marcato.com
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