Kolumne 21

von Matthias Kayser

Die erotische Geheimwaffe der deutschen Nationalmannschaft

Passend zur aktuell noch laufenden Fussballweltmeisterschaft steht mir mal wieder der Sinn nach etwas satirischem: Bei aller Begeisterung über die völlig unerwartete Leistungssteigerung fragt sich sicher der eine und auch die andere Fussballbegeisterte, was hinter dem Geheimnis des überraschenden Erfolgs der deutschen Mannschaft steckt.
Nun - ich habe es durch einen persönlichen wagemutigen Einsatz heraus bekommen! Als Sportjournalist getarnt, durfte ich ein Training unser Klinsmänner beobachten. Durch einen Trick gelang es mir, nach der Übungseinheit der Mannschaft in den Umkleideraum zu folgen. Dort wurde ich Zeuge einer unfassbaren Szene: Noch während sich die Sportler auszogen, um zu duschen, erschien auf einmal die frischvermählte Gattin des bajuwarischen Kaisers! Gerade erst vor ein paar Wochen entbunden und wenige Stunden zuvor stolperfrei vom Traualtar zurückgewichen, schwebte sie nun elfengleich ins Innerste der deutschen Fussballschmiede.
Mit tief rotem Lippenstift und viel sagendem Lächeln eskortierte sie einem nach dem anderen die verdutzt dreinschauenden Krummbeine in den Duschraum, der daraufhin von des Monarchen Bodyguards gesichert wurde. Die von innen herausdringenden Geräusche erübrigten sich jedes weiteren Kommentars. Selbst dem nach seiner Degradierung zur Nummer Zwei immer noch unerschrockenen Oliver Kahn stand nach Verlassen des Nassbereiches das nackte Entsetzen im Gesicht.
Poldi hätte sich seine Entjungferung sicher auch anders vorgestellt und Phillip Lahm verteidigte sein bestes Stück wie Lehmanns Tor, allein – es nützte ihm nichts! Allen wurde das Spezialdoping verpasst, jedoch – nach ihrem Gesichtsausdruck zu schließen, war die Therapeutin die Einzige, die es genossen hatte.
Wie mir Jogi Löw unter dem Siegel der Verschwiegenheit berichtet hat, versprach des Kaisers Kurtisane für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Turnier zum Trost jedem Spieler einen neuerlichen „Freistoß“.
Wen wundert es da noch, dass sie sich nun den Teufel aus dem Leib spielen, um diesem Lohn zu entgehen?

Mit sat(y)rischen Grüßen,

Ihr Matthias Kayser