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Frühlingsgefühle und Klimakatastrophe
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, liebe Freunde von Samt und Seide? Während sonst alljährlich im Mai bei den Frauen die Röcke kürzer und die Dekolletés offenherziger werden, die Männer ihre warmen Jacken gegen T-Shirts und Hemden austauschen und sich allerorten ein unverschämtes, frivoles Lächeln auf den Lippen eingenistet hat, starren mir in diesem Frühling überwiegend freudlose, stumpfe Augen entgegen.
Worauf ist dieses Phänomen zurückzuführen? Hängt es tatsächlich mit den Wetterkapriolen zusammen? Verursachen die unglaublich schnellen und häufigen Wechsel von Temperatur und Lichtverhältnissen massive Störungen unseres Hormonhaushaltes? Verwirrt uns das ständige „An“ und „Aus“ von Hormonausschüttung dermaßen, dass wir den rasanten Stimmungsschwankungen nicht mehr folgen können und demzufolge wie ferngesteuerte Klone durch die Tage geistern?
Als ob es nicht schon schwer genug wäre, sich mit der gewohnten Frühjahrsmüdigkeit auseinander zu setzen! Nein – jetzt müssen wir auch noch jeden Tag aufs Neue die leichten Sommerklamotten gegen die unerotische Winterbekleidung austauschen.
Und wer ist daran Schuld? Mal wieder die Politiker und Wirtschaftsbosse, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihren Sexualtrieb mit Erlangen der Machtposition in den hinterletzten Winkel ihres Bewusstseins verdrängt haben! Als logische Folge dieses lustentleerten Daseins haben sie nun natürlich nichts Besseres zu tun, als ihren Mitmenschen das Leben zu vergällen, indem sie die Umwelt verpesten und durch lausige Politik den Portemonnaies den Garaus machen.
Aber wie heißt es so schön? Druck erzeugt Gegendruck! Also achten wir alle in fürsorglicher Weise darauf, dass die „grauen Herren“ unseren Eros nicht vernichten, und erfreuen uns an unseren Geliebten und Gespielinnen, durchstöbern immer wieder auf´s Neue den Shop von Samt und Seide, um uns an den vielfältigen sinnlichen Kleinodien zu erfreuen!
Sehe ich da ein lüsternes Grinsen?
Ihr Matthias Kayser
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